Alle Jahre wieder. Auch zum zehnjährigen Jubiläum der Formula Student Germany sind wir natürlich wieder mit von der Partie. Alles in allem haben wir den 32. Platz von 75 Combustion Rennwagen belegt, über welchen wir uns in Anbetracht der strengen Richtlinien der FSG sehr freuen. Im Vergleich zum letzten Jahr haben wir uns gesteigert. Besonders durch die dynamischen Disziplinen konnten wir viele Punkte dazu gewinnen. Hervorgehoben sei die Disziplin Acceleration, hier haben wir den 22. Platz belegt, wohingegen wir letzte Saison den 40. Platz erreicht haben.

Am Dienstag den 28.07.15 war der erste Eventtag in Hockenheim. Wie so oft begann der ganze Spaß damit das Camp herzurichten, um im Anschluss die Boxengasse beziehen zu können. Da es in Hockenheim keine Sperrzeiten für die Box gibt, konnten wir am Anreisetag schon mit Einstellarbeiten beginnen.

Am Mittwoch und Donnerstag zeigte sich, dass wir aus den Erfahrungen in Silverstone einiges gelernt haben, denn die technische Abnahme bereitete uns diesmal keine großen Schwierigkeiten. Unsere liebsten Tagesordnungspunkte: der Noise und der Brake Test, hatten uns in Silverstone noch einiges abverlangt. In Hockenheim bestanden wir beides im ersten Versuch. Eine Leistung, die nur die wenigsten Teams uns nachmachen konnten. Umso angenehmer gestaltete sich für uns der Freitag mit allen Static Events und der ersten Fahrdisziplin: dem Skid Pad. Die Business Plan Präsentation stand für 10 Uhr im vierten Stock des Baden-Württemberg Towers auf dem Plan, wodurch wir einen schönen Ausblick über das Eventgelände genießen konnten. Später erfuhren wir unser Ergebnis: Platz 36.

Design und Cost Event folgten und brachten uns Platz 57 und Platz 53. Hervorzuheben ist an dieser Stelle, dass wir außerordentlich für die Ergonomie unseres Rennboliden gelobt wurden und man hohes Potential in unserem Rennboliden sah, sofern wir weiterhin viel testen und Fahrerdaten auswerten. Im Anschluss an die Statics machten wir uns direkt auf den Weg zum Skid Pad, oder besser gesagt Wet Pad, denn in Hockenheim gibt es die Besonderheit, dass die Piste hierbeibewässert wird. In unserem Fall  sollte die erste Zeit jedoch auch die Beste sein, 6,26 Sekunden.

Der Samstag startete mit dem Acceleration Event, mit dem Ziel, möglichst schnell aus dem Stand auf einer Geraden von 75m zu beschleunigen. In dieser Disziplin erreichten wir mit einer Zeit von 4,4 Sekunden Platz 22. Am Nachmittag musste der Rennwagen im Autocross nun durch einen ca. 800m langen Handling-Kurs gelenkt werden, welcher Geraden, Haarnadelkurven, Schikanen sowie Slalomstrecken beinhaltet. Unsere Fahrer erlangten Platz 36 mit einer Zeit von 83,03 Sekunden.

Am Sonntagvormittag starteten wir mit dem Endurance Event, bei dem es um die Haltbarkeit und Zuverlässigkeit der Fahrzeuge geht. Die Strecke ist 22km lang und im Vergleich zum Vortag etwas abgeändert, damit höhere Geschwindigkeiten ermöglicht werden. Der Parcours wird von zwei Fahrern bewältigt, nach den ersten 11km findet ein Fahrerwechsel statt. Außerdem wird der Energieverbrauch bei Dauerbelastung, unter Gewichtung des minimalen Verbrauches sowie der kürzesten Zeit für den Dauerbelastungstest der Mitbewerber, bewertet.

Auch in Hockenheim war die Ausfallquote unter den Verbrennern sehr hoch. Im Gegensatz zu vielen anderen Teams, die während der Fahrt ausfielen oder das Auto nach dem Fahrertausch nicht mehr starten konnten, gelang es uns die gesamten 22km souverän zu bewältigen und wir erreichten Platz 24. Die Königsdisziplin des Events haben wir somit erfolgreich gemeistert, dank eines zuverlässigen Rennwagens, der während der gesamten Distanz keinerlei Probleme zeigte. Dennoch wissen wir, dass der PX215 noch weitaus mehr Potential hat, was wir im September in Italien unter Beweis stellen wollen.

Erneut danken wir unseren Sponsoren und Unterstützern, die uns die Teilnahme an der Formula Student ermöglichen. Dies bedeutet für uns nicht nur eine weitere Platzierung im Gesamtklassement, sondern auch eine Steigerung der persönlichen Entwicklung. Die Zusammenarbeit mit Ihnen und die Formula Student bieten uns Teamwork, Projektmanagement und technische Herausforderungen in einem internationalen Rahmen. Wir hoffen, dass wir den Besuchern unter Ihnen am Wochenende einen Einblick in die harte Arbeit des UPBracing Teams gewährleisten konnten und nun heißt es bis zur Formula Student Italy: Testen, testen, testen!